Bettina Belitz - Bücher mit Herz

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Wenn Bücher plötzlich in neuem Licht erstrahlen

Manchmal greife ich einen meiner Romane aus meinem Regal, schlage intuitiv eine Seite auf und lerne meine eigenen Bücher plötzlich neu kennen. Zwischen meinen eigenen Zeilen scheint etwas zu schlummern, das ich erst Jahre später erkenne, weil es sich nun für mich entpuppt hat. Ihr kennt dieses Phänomen sicher von euren Lieblingsbüchern, die ihr immer wieder lest – jedes Mal fühlen sie sich ein klein wenig anders an oder man wird sich Zusammenhängen gewahr, die einem zuvor verborgen blieben. Denn man selbst hat sich verändert und entwickelt. Ein geliebtes Buch ist also nie ausgelesen – es ist fast, als ob es eine eigene Existenz hätte und einem bei jedem neuen Lesen eine ungeahnte Facette präsentiert.
So ging es mir auch bei dieser Stelle aus „Splitterherz“, die ich vor einigen Tagen las. Hoppla, dachte ich, in Colin lauert ja ein spiritueller Lehrer! Ja, es ist tatsächlich so – Colin meditiert und bekommt dadurch Zugang zu Eigenschaften, die ihm als Nachtmahr eigentlich verwehrt sind. Gleichzeitig „profitiert“ Ellie davon, indem ihre Sinne schärfer werden, auch wenn beides noch aus dem Dunklen und Unbewussten heraus geschieht. Doch das Licht strahlt bereits hindurch und macht deutlich, welcher Diamant in Colin darauf wartet, befreit zu werden.
Interessant auch: Als ich Splitterherz schrieb, war ich selbst noch weit von Meditation & Co. entfernt. Inzwischen meditiere ich täglich. War Colin also vielleicht mein erster spiritueller Lehrer? Wer weiß … 😉

Was hat euch an Splitterherz, Scherbenmond und Dornenkuss inspiriert? Gibt es etwas, das ihr davon für euch mitgenommen habt – oder aber von anderen Büchern, die ihr immer wieder lest? Ich freue mich auf Kommentare.


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